DTA
Die DTA - Ein System zur patientenspezifischen Leistungserfassung in Einrichtungen des Gesundheitswesens
Die Diagnosebezogene Tätigkeitsanalyse (DTA) wurde entwickelt, um alle am Patienten erbrachten Leistungen zu erfassen. Dabei wird durch die Methode ermittelt wer welche Leistung wie lange bei welchem Patienten erbringt. Zum Einen kann so nachvollzogen werden, welche Kosten bei der Behandlung entstehen. Zum Anderen können Arbeitsabläufe und der Personalbedarf analysiert werden.
Hintergrund
Die Einführung der DRGs führt zu einer stark vereinheitlichten Leistungsvergütung innerhalb der Krankenhäuser. Die einzelnen Fallgruppen und die sich daraus ergebenden Erlöse werden immer noch nachjustiert. Dabei liegt der Fokus auf den real entstehenden Kosten der verschiedenen Fallgruppen. Informationsbedarf besteht auf mehreren Ebenen:
Etwa 55 bis 75 Prozent der Kosten werden im Krankenhaus durch Personal verursacht. Die exakten (Personal-) Kosten pro Fallgruppe sind den einzelnen Häusern aber oft weder exakt bekannt noch abbildbar.
Der Aufwandsanteil der verschiedenen Berufsgruppen bezüglich der unterschiedlichen Fallgruppen ist nicht oft geklärt.
Krankenhäuser haben verstärkt mit Prüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) zu kämpfen, die aufgrund der Fehlbelegungsdiskussion zwischen 1 und 5 Prozent Budgeteinbußen bewirken können. Hauptansatzpunkt für den MDK ist die ungenügende Dokumentation der erbrachten Leistung am Patienten. Jede nicht dokumentierte Leistung wird wie eine nicht erbrachte Leistung behandelt.
Der Druck und die Notwendigkeit interne Arbeitsabläufe zu erfassen und in Folge zu optimieren wird immer größer.
Ein internes Benchmarking als Ansporn zur Optimierung wird nicht nur interne Qualitätssteigerung zur Folge haben, sondern auch durch eine fundierte Argumentationsbasis den externen Bestand sichern können. Die interne Erlösverteilung beziehungsweise Kostendeckung sollte entsprechend der Leistung stattfinden. Zurzeit ist aber noch ungeklärt, wer welche Leistung erbringt und ob diese dann auf das Ergebnis bezogen notwendig sind. Für jede Berufsgruppe wird es ein Anliegen sein, sowohl die Leistungsstruktur als auch die -inhalte transparent darstellen und begründen zu können. Erst auf der Grundlage von harten Daten lässt sich internes Benchmarking und eine zielgerichtete Steuerung von Kosten- und Leistungsprozessen verwirklichen.